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2. bis 14. Oktober 2017

„amici in Japan“ - Reiseblog

 

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Samstag, 14. Oktober 2017

 

Wieder zurück :)

 

Punkt 18.22 Uhr rollt die 747 über die Landebahn in Frankfurt. Wir sind wieder zurück! Enorm müde aber glücklich freuen wir uns nach knapp 11 Stunden Flug wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Hier in Frankfurt trennen sich nun für viele die Wege. Einige haben uns sogar bereits in Japan verlassen, da sie entweder noch eine Woche Urlaub drangehangen haben oder zu einer anderen Destination fliegen mussten. Nur ein Teil der „amici“  besteigt den Bus, der sie nach Leipzig bringt.

 

Hinter uns liegt eine großartige Konzertreise mit vielen wunderbaren musikalischen und menschlichen Momenten. Wir durften ein Land kennenlernen, was für uns gegensätzlicher nicht hätte sein können. Wir konnten sehr viel von der Kultur und den Menschen mit nach Hause nehmen, was uns noch eine ganze Weile prägen wird. Diese herzliche Gastfreundschaft wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. DANKE an die Yokohama Choral Society und den Tokorozawa Mixed Chorus für diese großartige Zeit, die wir gemeinsam in Japan verbringen durften. Ich bin mir sicher, dass dies erst der Anfang einer lange währenden Freundschaft zwischen den japanischen Chören und „amici musicae“ sein wird. Wir werden daran arbeiten, diese wunderbare Kooperation fortzusetzen.

 

Auch für „amici“ geht eine ganz besondere Reise zu Ende. Schon eine ganze Weile ist es her, dass wir so lange gemeinsam unterwegs waren. Reisen prägen die Gemeinschaft von Chor und Orchester, das war auf dieser Tournee einmal mehr zu spüren. Es gibt vielen Menschen zu danken, die dies alles für uns möglich gemacht haben. In der Hoffnung, niemanden zu vergessen, möchte ich noch einmal ganz herzlich Danke sagen an den Vorstand der „amici musicae“, insbesondere an Julia Kopczak, die seit zwei Jahren diesen Austausch mit Kanako Fujii geplant und organisiert hat. Dass für sie diese Reise eine Herzensangelegenheit war, zeigen die vielen kleinen planerischen Details, die dafür gesorgt haben, dass es uns ohne Einschränkung zwei Wochen lang an nichts fehlte.

 

Ein herzlicher Dank geht auch an alle Gäste und „Aushilfen“ – ich mag das Wort nicht, war es doch viel mehr in diesen Wochen – die uns vervollständigt und ergänzt haben: unsere Solisten Christiane Wiese, Inga Jäger, Paul Kmetsch und Dominik Große; die Koblenzer Uli Friedrich, Gundula Uflacker und Anne Heuft; Elisabeth Richter, die noch 2 Tage vor Abflug für die erkrankte Susanne Ambrosius eingesprungen ist; unsere Oboen Lydia Hoffmann und Cornelius Finke; die Trompetenfraktion Johann Schuster, Moritz Angermann, Taejin Chung, nebst Pauker Sebastian Hofmann; unseren Gäste im Streichorchester Christina Jany, Simon Pühn und Luca Schüssler sowie Yuki Ibaraki, der uns dankenswerterweise auch mit vielen Übersetzungen unterstützt hat; Helmut Kukuk an der Taste – inklusive einem herzlichen Dank für alle Korrepetition.

 

Vielen Dank auch an Konrad Schöbel für das Leiten der Proben des Orchesters in meiner Abwesenheit, an Matthis Gaebel und noch einmal Julia Kopczak für das Einsingen der Chöre. Last but not least sei jedem einzelnen „amici“ gedankt, für die viele schöne Musik und die musikalische Vorbereitung dieser Konzertreise. Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn es auch in Zukunft Möglichkeiten gäbe, in dieser Konstellation weiter Musik zu machen, egal, wo und wann man sich wieder über den Weg läuft.

 

Damit schließe auch ich den Blog der Reise. Ich hoffe, ich konnte ein wenig die Eindrücke und Stimmungen wiedergeben.

 

Ich freue mich auf alles Kommende und verbleibe mit herzlichen Grüßen, Euer/Ihr Ron-Dirk Entleutner

 

Kommentare

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  • Ulf-Dietrich Braumann (Samstag, 14. Oktober 2017 22:27)

    Das freut mich alles sehr zu lesen. Ich wußte, was ich leider verpassen würde und danke ebenfalls Kanako und Julia sehr herzlich.

Freitag, 13. Oktober 2017

 

Abschied in Yokohama

 

Punkt 10 Uhr verlassen die Busse das National Olympics Memorial Youth Center in Richtung Yokohama. Die Stimmung ist leicht angespannt, da heute der Tag ist, auf den wir die ganze Reise hingearbeitet haben – der Tag des großen Abschlusskonzertes in der Minato Mirai Hall am Hafen von Yokohama.

 

Die Erwartungen sind hoch und die vorausgesagten Zuschauerzahlen flößen Respekt ein. Nach knapp einer Stunde Fahrt durch Dauerregen und Betonwüste erscheinen die ersten gigantischen Wolkenkratzer Yokohamas und wenige Minuten später stehen wir vor der erst zwei Jahre alten Konzerthalle im Pacifico Yokohama. Die Sachen schnell abgestellt, geht es zum Mittagessen und einmal quer durch den beeindruckenden Komplex der Queens Hall. Mit herrlichem Blick auf den Hafen von Yokohama lassen wir uns das Essen schmecken und planen die bevorstehende Stell- und Generalprobe.

 

Nach dem Essen geht es zurück in die Minato Mirai Hall. Wir beziehen die Garderoben und haben zum ersten Mal die Möglichkeit in den Konzertsaal zu schauen. Beeindruckt drehen die „amici“ ihre Kreise auf dem Podium, ein Blitzlichtgewitter zeugt von zig Fotos und Selfies. Teil für Teil wird jetzt geprobt. Die Yokohama Choral Society beginnt. Im Zentrum ihres Teils steht die Bach-Motette „Komm, Jesu, komm“ neben Werken von Schütz und Mendelssohn. Auf Wunsch unseres japanischen Gastchores gesellen sich einige „amici“ hinzu.

 

Danach proben wir unseren a-cappella-Teil. Leicht verloren finden sich die knapp 30 Sängerinnen und Sänger auf dem Podium wieder. Aber der Saal trägt vor allem die romantischen Klänge wie von selbst. Eine weitere Stunde dient uns zur Vorbereitung des Magnificat. Den Abschluss der Generalprobe bildet ein offizieller Part, die Urkunden-Überreichung der Mitsubishi-Kultur-Stiftung an die Yokohama Choral Society. Die Stiftung hatte sich maßgeblich finanziell an diesem Austausch beteiligt.

 

Blieb noch eine Stunde, sich mental auf das Konzert vorzubereiten. 18.30 Uhr gingen die Türen zum Podium auf und das Konzert nimmt seinen Lauf. Noch einmal laufen die letzten zwei Wochen vor dem geistigen Auge ab und dann heißt es für uns: raus auf die Bühne. Wir präsentieren uns mit Bruckner, Mendelssohn, Weismann und Reger, einem Programm, das – zumindest was die Romantiker angeht – in Japan bekannt zu sein scheint. Durch die vielen Krankheitsfälle fühlen wir uns spürbar geschwächt, aber das Publikum feiert den Abschluss des ersten Teils mit tosendem Applaus.

 

Nach der Pause erklingt das Bachsche Magnificat, womit sich der Kreis dieser wunderbaren Tournee schließt. Auf der Bühne stimmt die Chemie. Spätestens beim Einsatz des Chores mit den Worten „Magnificat anima mea“ ist das unüberhörbar. Die Luft steht im Saal. Eine enorme Spannung liegt zwischen Ausführenden und Zuhörern, die sich in einem langanhaltendem Beifall entlädt. Noch einmal erklingt das Gloria (Nr. 12) als Zugabe, dann ist auch dieses Konzert Geschichte.

 

Tief bewegt fallend sich Solisten, Chor und Orchester in die Arme. Beim anschließenden gemeinsamen Empfang wird noch einmal viel gesungen und viel gesprochen, Danke gesagt und Zukunftspläne geschmiedet. Der Abschied tut ein wenig weh. So viel Gastfreundschaft, wie in den letzten beiden Wochen, hat keiner von uns erwartet. Hier sind Freundschaften entstanden, die hoffentlich noch lange wachsen und gedeihen werden.

 

Mit dem Bus geht es zurück ins Quartier. Jetzt heißt es Koffer packen, onsen, die letzten Biere leeren und über die vielen verschiedenen Eindrücke dieser Reise sinnieren. Auch die Reisegruppe „amici“ ist in diesen Wochen enorm zusammengewachsen. Die letzten gemeinsamen Stunden werden intensiv genutzt, bevor sich die meisten noch ein paar Minuten aufs Ohr hauen.

 

Donnerstag, 12. Oktober 2017

 

„Der Fluch ist über uns gekommen“ (Elias, Nr. 5)

 

Tag 11 beginnt mit einer a-cappella-Probe im Arts Building. Der Krankenstand hat inzwischen solche Ausmaße angenommen, dass wir umbesetzen und teilweise sangesfreudige Orchester-„amici“ zum Mitsingen „verpflichten“ mussten. In aller Ruhe gehen wir noch einmal die beiden Hauptstücke des a-cappella-Teils, Wilhelm Weismanns 23. Psalm und Regers „Der Mensch lebt und bestehet“ durch, um diese abzusichern. Drücken wir die Daumen, dass uns die Stücke so morgen gut gelingen mögen.

 

Danach gibt es wieder Freizeit. Diese nutzen aber nur noch wenige dazu, um das Gelände zu verlassen. Die meisten tanken Kraft für das letzte große Event, das Konzert morgen in Yokohama in der Minato Mirai Hall. Am Nachmittag stehen die letzten Workshops der Reise an. Gemeinsam mit den Teilnehmern des Tages zuvor wird jetzt die Kantate BWV 191 „Gloria in excelsis deo“ in der Small Hall des National Olympics Memorial Youth Center mit dem Orchester zusammen gesetzt. Es ist eine gelungene Probe. Bereits nach 90 Minuten ist alles konzertfertig.

 

Nach dem Abendessen arbeitet der Chor noch einmal mit den Waseda-Choristen an den Elias-Ausschnitten. Punkt 20 Uhr startet das Präsentationskonzert. Die Kantate macht den Anfang, gefolgt von 2 japanischen Chorstücken, vorgetragen von Waseda. Den Abschluss bilden die „Elias“-Chöre. Wie bei den meisten Workshop-Präsentationen ist eine ausgelassene Stimmung im Saal. Das Konzert lief sehr gut.

 

Nach dem Konzert versammeln sich fast alle noch einmal in den Onsen (um zu „rOnsen“). Es ist das letztes Mal, dass wir diese traditionellen japanischen Bäder nutzen können. Wenn wir morgen Abend vom Konzert zurückkommen, haben die diese bereits geschlossen. Dann heißt es Koffer packen und am morgen danach den Heimweg antreten.

 

Doch jetzt fiebern wir erst einmal auf das morgige Konzert hin. Die Konzerthalle soll noch gigantischer sein, als die letzte. Wir sind gespannt. 1400 Karten sind bereits verkauft. Das Konzert bedeutet uns sehr viel. Es wird ein besonderes Konzert, der Höhepunkt und Abschluss einer wunderbaren Reise.

 

Mittwoch, 11. Oktober 2017

 

Yamaha, Elias und „rOnsen“

 

Auch heute Vormittag genossen die „amici“ noch ausreichend freie Zeit. Einiges, was gestern nicht geschafft wurde, konnte nachgeholt, Souvenirs und Postkarten gekauft oder einfach nur Schlaf aufgeholt werden. So lag über dem Lodging Building C eine gespenstige Ruhe.

 

Ein Großteil war allerdings auf instrumentaler Mission unterwegs. Zielpunkt des heutigen Vormittags war der japanische Instrumenten-Hersteller Yamaha. Im eigenen Kaufhaus mit angeschlossenem Atelier konnten unsere Orchestermitglieder Instrumente bestaunen, ausprobieren und auch kaufen. Gegen Mittag trödelten alle wieder im National Olympics Memorial Youth Center ein, die letzten müden Gesichter fanden den Weg aus den Betten und die Herberge füllte sich wieder mit Leben. Leider haben wir einige Kranke zu beklagen, so dass die Ruhe im Haus für alle gut tat.

 

Am Nachmittag standen wieder verschiedene Workshops auf dem Programm. Den Anfang machte ein Workshop zur Bachkantate BWV 191 „Gloria in excelsis deo“. Teilnehmer kamen dieses Mal aus ganz Tokio. Mitglieder aus insgesamt vier Chören bildeten das Atelier-Ensemble. Anschließend probte der Chor der „amici“ noch a-cappella. Am Freitag kommt ein anderes Repertoire zur Aufführung, so dass wir uns noch einmal für uns zurückziehen mussten. Nach dem Abendessen gab es den zweiten Workshop des Tages.

 

Gemeinsam mit Mitgliedern des Universitätschores der Waseda University erarbeiteten wir drei Chöre aus dem „Elias“. Die perfekt vorbereiteten Chorsänger waren ein super Gegenpart  für die „amici“. Nicht nur, dass es für uns eine gelungene Abwechslung war, einmal für eine kurze Zeit die Bach-Schiene hier in Japan zu verlassen, sondern auch das musikalische Miteinander mit den japanischen Gästen hat einfach Spaß gemacht.

 

Nahtlos geht es nun in die Abendgestaltung über, die wohl heute etwas ruhiger aussehen sollte, als die der letzten Nacht, zu der ordentlich der „amici“-Geburtstag begangen wurde. Einige gehen wieder in die Onsen, die mittlerweile in „rOnsen“ umgetauft wurden. Wahrscheinlich, weil ich verantwortlich bin für viele schweißtreibende Proben und Workshops ;). In diesem Sinne, eine gute Nacht nach Deutschland.

 

Dienstag, 10. Oktober 2017

 

Freier Tag und 23 Jahre „amici“

 

Heute war komplett frei. Solisten, Chor und Orchester machten Tokio unsicher. Daher gibt es heute nicht viel zu berichten. Der Tag bleibt blogfrei :). Aber die Bilder lassen wir natürlich sprechen. 

 

Nicht unkommentiert bleiben, sollte aber, dass „amici“ heute Geburtstag feiert. Am 10.10.1994 wurde der Verein, damals noch im Probensaal des Thomas-Alumnats, gegründet. 23 Jahre jung sind also Chor und Orchester. Umso mehr freuen wir uns, dass wir an diesem Tag auf Konzertreise sein können. Und zwar in Japan.

 

Dass diese wunderbare Reise stattfinden konnte, haben wir dem unermüdlichen Einsatz unserer Schatzmeisterin, Julia Kopczak, zu verdanken. Seitdem die Yokohama Choral Society 2015 in Leipzig war, arbeitet sie ununterbrochen an dieser großartigen Tournee. @Julia, lieben Dank dafür.

 

Jetzt stoßen wir kurz an und freuen uns auf noch viele weitere schöne Jahre mit wunderbarer Musik. 

Montag, 9. Oktober 2017

 

Es wird ernst - Das erste bewegende Konzert

 

Es war ein bewegender Tag, der am Morgen im National Olympics Memorial Youth Center – unserer Basis für die 8 Tage Tokio-Aufenthalt im Stadtteil Shibuya – begann. Das ehemalige Olympiadorf bietet neben den Unterkünften und Restaurants, Konferenz- und Konzertsäle wie auch mehrere Sporthallen und -plätze. Zentral in Tokio gelegen, ist es ein perfekter Ausgangspunkt für kleine und große Ausflüge in die Millionen-Metropole.

 

Von hier aus starten wir mit den Bussen in Richtung Tokorozawa, der Heimatort eines unserer Partnerchöre. Das kleine Städtchen liegt im „Speckgürtel“ Tokios mit viel Grün und schönen Parks. Die Japaner haben heute Feiertag – es ist Tag des Sportes, so sind viele Familien unterwegs, verbringen ihre Zeit in den Grünanlagen bei herrlichem Wetter am Grill, am Spielplatz oder in den kleinen Cafés. Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir unsere heutiges Ziel, die Konzerthalle Tokorozawa.

 

Ein erster Blick in den Konzertsaal holt uns ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurück. Der akustisch beeindruckende Saal fasst 2000 Zuhörer. Man munkelt, dass bereits 1200 Karten verkauft sind, zumindest wurde diese Anzahl an Programmen bereitgestellt. Die Stimmung wird spürbar leiser, der Saal flößt Respekt ein. Nach einem kurzen Mittagsstopp in besagten Parks, bewaffnet mit Lunchpaketen, bereiten wir uns auf die ersten Proben vor. Aufbau- und Probezeiten sind minutiös geplant, selbst für uns Deutsche ein Rennen gegen die Zeit. Mittlerweile hat sich der Sport herausgebildet, einmal eher als die geplante Zeit der japanischen Gastgeber, die sich rührend um unser Wohl bemühen, vor Ort zu sein – es sollte uns vor dem abendlichen Empfang am Abend gelingen ;).

 

Die Proben laufen alle sehr gut und versprechen viel für den Abend. Schon jetzt merkt man, dass einige „amici“ bei dem Anblick des Saals weiche Knie bekommen - krasse Erfahrung. Es ist 15.30 Uhr, das Konzert beginnt und ab jetzt heißt es, in Hochform aufzulaufen, „unseren“ Bach swingen zu lassen. Denn das ist auch der Grund, weshalb wir hier sind. Das nimmt uns nicht den Druck vom Konzert, lässt uns aber in den Wurzeln bestätigen, wofür „amici“ steht und lebt. Nach einem ersten mehrteiligen Stück eines zeitgenössischen japanischen Komponisten, vorgetragen von unseren Freuden dem Tokorozawa Mixed Chorus, heißt es „Bühne frei“ für die Leipziger.

 

Ein tosender Applaus begleitet den Auftritt des Chores. Die „amici“ sind zwar angespannt, aber vor allem tief beeindruckt von diesem herzlichen Willkommen des japanischen Publikums. Was jetzt kommt ist schnell erzählt: zwei Stücke a cappella, Mendelssohn (Warum toben die Heiden) und Bruckner (Os justi). Dann betritt das Orchester die Bühne und es erklingt die Kantate BWV 191 „Gloria in excelsis deo“. Was etwas vorsichtig beginnt, spielt sich im folgenden Duett wunderbar frei. Die „amici“ gewinnen ihr Musizieren auf der Bühne zurück. Ein furioser dritter Satz beschließt den ersten Teil des Konzertes.

 

Nach der Pause kommt nun das zur Aufführung, wofür wir die letzten Tage gemeinsam geprobt haben – die Bach-Motette BWV 227 „Jesu, meine Freude“. In wunderbarer Symbiose singen und spielen sich die vereinte Chor- und Orchesterformation durch die Motette. Das Publikum fordert eine Zugabe. Mit dem Choral „Jesus, bleibet meine Freude“ aus BWV 147 schließt ein erstes, wunderbares Konzert. Was danach kommt, ist mindestens genau so bewegend, wie das Konzert selbst.

 

Alle Sängerinnen und Sänger, wie auch das gesamte Publikum, sammeln sich im Foyer der Konzerthalle. Gemeinsam singen wir das deutsche Volkslied „Die Loreley“, ein Lied, was in Japan wohl jedes Kind in der Grundschule lernt. Das Publikum singt mit - krass. Das japanische Lied „Furosato“ beschließt diesen Teil des Abends. Tief beeindruckt kehren wir in unsere Garderoben zurück und haben nun endlich die Möglichkeit, aus unseren schweißgebadeten Anzügen herauszukommen. Und nun passiert das, was unmöglich schien: wir waren zu früh bei der Abschlussfeier. So nutzen viele den spontanen Zeitslot, um etwas Luft zu schnappen oder um ein paar liebe Grüße und kleine Konzertberichte nach Hause zu schicken.

 

Danach wurde ausgelassen gefeiert. Die Farbe eines Papier-Kranichs wies uns die Tischordnung zu, Reden begleiteten das japanischer Buffet mit einer verdächtigen Menge an deutschen Würsten und Sauerkraut, Geschenke wurden verteilt, Toasts ausgesprochen und angestoßen. Ein Satz wird mir persönlich in Erinnerung bleiben: […] „Herr Entleutner sagte, wir sollen nicht mit dem Shinkansen durch den Bach rasen sondern eher mit dem Fahrrad. Wir werden weiter daran arbeiten, das Fahrrad aus dem Keller zu holen, damit wir schon zeitnah FREIHÄNDIG fahren können“ […].

 

Mit vielen wichtigen Eindrücken besteigen wir die Busse in Richtung Herberge. Ein schnelles Bad in den Onsen macht die einen bettfertig und die anderen frisch für eine Nachtschicht. Denn de nächste Tag ist frei und das Nachtleben von Tokio ist einfach zu verlockend.

 

Sonntag, 8. Oktober 2017

 

Ein weiterer Tag im National Olympic Youth Center

 

Heute gibt es nicht viel zu schreiben. Der Ablauf ähnelte dem gestern. Es war wieder ein wundervoller Tag. Lassen wir heute die Bilder sprechen. Eine Gute Nacht nach Deutschland :)

 

Samstag, 7. Oktober 2017

 

Ein Tag mit Bach

 

Nach dem die heftigen Unwetter der Nacht nun endlich nachgelassen haben, zeigt sich Tokio heute mit freundlichen und sommerlichen Wetter. So richtig nutzen konnten wir aber die Sonnenstrahlen nicht, denn – zumindest der Chor – war den ganzen Tag über mit Workshops beschäftigt. Aber es hat sich gelohnt und wir hatten enorm viel Freude.

 

Den Anfang machte der Workshop mit der Yokohama Choral Society, die unser Partnerchor ist und mit der wir bereits 2015 in der Thomaskirche in Leipzig gemeinsam musizierten. Das war auch der Startpunkt dieser Freundschaft, die uns nun schließlich diese wunderbaren Tage in Japan verbringen lässt. Die gemeinsame Probe war ein totaler Erfolg. Die Yokohama Bach Society war so gut vorbereitet, dass wir das Bachsche Magnificat mit der Musik anfangen konnten, zu proben.

 

Das war ein wunderbarer Einstieg in die nächsten Tage, die wir gemeinsam verbringen werden. Wir haben viel geprobt, aber auch viel gelacht, nicht zuletzt wegen ein paar kuriosen Übersetzungs-Fauxpas. Die Chöre saßen Side-by-Side in den Proben und konnten sich letztendlich die richtige Übersetzung mit „Händen und Füßen“ weitergeben. Wer in Facebook ist, dem werden die beiden echt witzigen Videos nicht verborgen geblieben sein, in denen ich versuche, Worte wir Brücke oder Laternenfisch zu übersetzen, da ich sie für ein paar musikalische Bilder benötigte.

 

Am Nachmittag wechselten die Chöre und neben uns saßen nun die Sängerinnen und Sänger des Tokorozawa Bach Chors. Mit denen gemeinsam haben wir die Motette „Jesu, meine Freude“ erarbeitet. Auch hier ist das Ergebnis enorm beeindruckend. Der Chor sang zum heutigen Tag das erste Mal Bach überhaupt, und dann sich den Brocken „Jesu, meine Freude“ rauszusuchen – und das dann noch auf deutsch – wirkte erst sehr ambitioniert. Aber der Chor wusste, was er tat und sang, und so war auch dieser Workshop ein voller Erfolg.

 

Zum Abschluss dieses Tages gab es noch eine Solisten- und Orchesterprobe, bis sich alle Teilnehmer zur Welcome-Party im Arts Building trafen und nach kurzen aber vielen Reden ausgelassen das Buffett, Bier und Wein genoßen. Jetzt kehrt wieder Ruhe ein, einige sitzen in den Lounges, andere noch in den Onsen (japanische Gemeinschafts-/Thermalbäder), einige liegen schon erledigt in den Betten. Es war ein anstrengender aber gerade aus musikalischer und menschlicher Sicht wunderbarer Tag. Gute Nacht aus Japan.

 

Freitag, 6. Oktober 2017

 

RB - Regen und Bus

 

Fassen wir es kurz, der Tag startet sehr früh. Phantome schnappen sich ihr Lunchpaket, welches für unsere Verhältnisse sehr herzhaft ist, schleichen in die Busse (und schlafen weiter). Das Wetter tut das übrige. Es regnet, regnet und regnet. So gibt es an diesem Tag nicht viel zu berichten.

 

Gern hätte ich geschrieben, unser Zwischenhalt war geprägt von einer atemberaubenden Seilbahnfahrt mit malerischem Blick auf den Fujiyama. Aber leider kann ich das nicht berichten. Der Berg aller Berge versteckt sich unter einer tiefen Wolkendecke und die „amici“ unter Regenjacken, Ponchos und einem Meer von Regenschirmen. So geht es weiter in unsere fahrende Schlafkabine. Durch mehrere Staus erreichen wir nach gut 8 Stunden Fahrt unser Quartier in Tokio, das National Olympics Memorial Youth Center.

 

Nach einem gemeinsamen Abendessen wurden die Zimmer bezogen in dem weitläufigen Terrain der Herberge. Die Gesichter hellten sich noch einmal auf, als sich das vermeintlich nicht vorhandene Wifi-Netz als funktionstüchtig erwies. Ein kleines Erdbeben erreicht uns kurz vor Mitternacht, aber alles gut, das erschreckt außer uns hier niemanden mehr.

 

 

Donnerstag, 5. Oktober 2017

 

amici lost in Osaka

 

Müde Gesichter betreten den Frühstücksraum. Hat uns der Jetlag doch noch eingeholt? Tag drei beginnt um 8.30 Uhr mit der Fahrt von Kyoto nach Osaka. Die Strecke hält sich in Grenzen, so sind wir bereits 10 Uhr im neuen Domizil, dem Hostel FUGA, eingecheckt.

 

Für Osaka bleibt uns nur ein halber Tag. So sind die Koffer schnell auf die Zimmer gebracht – die eh viel zu klein waren, um dort zu verweilen – und schon ging es mit einem One-Day-Osaka-Pass bewaffnet in die zweitgrößte japanische Stadt. Nur wenige bleiben im Hostel und sind dem Jetlag erlegen. Die meisten zogen mit dem Ziel Osaka Castle oder Osaka Tower in kleinen Grüppchen von dannen.

 

Ein großer Teil der „amici“ fand sich an der Burg wieder. Hier konnte man neben einem herrlichen Blick über die Stadt auch so manches Maccha-Eis und sogar Maccha-Bier (braucht man nicht) probieren. Erschwerend hinzu kam das Wetter, das mit fast 30°C und strahlendem Sonnenschein die Suche nach einem der wenigen Schattenplätze am Castle einforderte.

 

Am Nachmittag wurden wir im Opera House des College of Music Osaka erwartet. Der Weg dahin wurde für viele zur Herausforderung, da Osaka eine Millionen-Metropole mit riesigem Schienennetz ist. Spätestens an den Automaten scheiterten wir kläglich, denn es gab weder ein englischsprachiges Bedienfeld noch Bewohner Osakas, die unser Englisch verstehen. Der Großteil hat sich durchgebissen, wenn auch zum Teil mit 30-minütiger Verspätung. Diese hatten die Organisatoren aber offensichtlich und in weiser Voraussicht bereits eingeplant.

 

So konnte pünktlich um 17 Uhr der gemeinsame Workshop mit dem Hochschulchor und seinem Dirigenten Prof. Motoyama (der in Deutschland studiert hat, gut deutsch sprach und daher hervorragend übersetzen konnte) beginnen. Auf dem Programm stand die Kantate BWV 191 „Gloria in excelsis deo“ mit Solisten, Chor und Orchester. Der Hochschulchor war erwartungsgemäß perfekt vorbereitet. So konnten wir nach 90 Minuten Probe bereits das ganze in einer kleinen Performance zusammenfassen.

 

Spannend war, dass Motoyama uns berichtete, dass er 1985 das letzte Mal in Leipzig war und eher einen gemäßigten, langsamen und „romantischen“ Bach erwartete. Er und seine Studenten waren überwältigt über die Lebendigkeit unserer Bach-Auffassung, wenn auch der ein oder andere Chorsänger ganz schön am damit einhergehenden Tempo zu scheitern drohte. Nach einer kurzen Pause durften die „amici“ den wunderbaren Konzertsaal für eine öffentliche Probe nutzen. Auf den Pulten lag das Magnificat BWV 243. Die Dirigierstudenten von Prof. Motoyama nutzen die Gelegenheit, uns bei der Arbeit über die Schultern zu schauen.

 

Nach gelungener Probe traten wir den Heimweg an, den einige kleinere Gruppen noch nutzen, um das Nachtleben Osakas zu erkunden. Die meisten jedoch ziehen sich auf die Zimmer zurück, denn die Wecker muss zeitig gestellt werden, um eine pünktliche Abfahrt nach Tokio zu gewährleisten. 

 

 

Mittwoch, 4. Oktober 2017

 

Tag 2 in Kyoto

 

Am morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Aus den Gesichtern blicken muntere Augen, die Stimmung ist ausgelassen und alle freuen sich auf zwei Wochen im Land der aufgehenden Sonne. Das überaus „japanische“ Frühstück (mit Brötchen, Brötchen und Brötchen?) wird genutzt, um den Tag zu planen, die ersten Mails zu beantworten, Fotos nach Hause zu schicken oder einfach zu klönen.

 

Am Vormittag steht die Besichtigung des alten Kaiserpalastes auf dem Plan. Ein faszinierendes Gelände mit beeindruckenden Gebäuden und Tempeln erwartet uns. Unser Tourguide führt uns forschen Schrittes durch die japanische Geschichte und die der hiesigen Dynastie. Nach einem kurzen Mittagessen geht es zur Probe. Die Instrumente werden abgestaubt, die Stimmen geölt, Stühle zu Pulten umfunktioniert und los geht es durch das Programm, welches wir morgen in Osaka benötigen werden (Kantate „Gloria in excelsis deo“ und Motette „Jesu, meine Freude“).

 

Im Anschluss treffen wir uns mit dem Universitätschor der Universität Kyoto. Gemeinsam stöbern wir durch die Bruckner-Motetten und entwickeln in kurzer Zeit ein durchaus akzeptables Ergebnis. Geschafft vom Tag geht es zum gemeinsamen Abendessen in ein traditionelles japanisches Restaurant. Es ist ein toller Abend, den wir mit unserem Partnerchor verbracht haben.

 

Neben vielen für uns undefinierbaren Speisen, gab es japanisches Bier und Sake, umrahmt von Männergesängen beider Chöre. Nach langem Fußmarsch nach Hause gönnen sich die meisten noch einen kurzen oder auch längeren „Absacker“, bevor auch an diesem Abend alle erschöpft in die Betten fallen.

 

Dienstag, 3. Oktober 2017

 

Kyoto mit Jetlag

 

Nach intensivem Busschlaf erreichen wir zwei Stunden später das Hostel in Kyoto. Erwartungsgemäß waren unsere Zimmer noch nicht bezugsfertig, wie auch, es ist ja erst 10 Uhr. Spätestens jetzt hat uns das Zeitgefühl gänzlich verlassen. Es fühlt sich nicht wie abends an, aber auch nicht wie morgens. Ein heißer Kaffee schießt uns zumindest koffeinmäßig in die richtige Zeitzone. Nur etwas Wasser auf der Haut hätte gutgetan.

 

So gehen wir frischen Schrittes zu unserem ersten japanischen Mittagessen. Traditionell muss man im Restaurant die Schuhe ausziehen (was es nicht besser macht). Gesessen wird tief auf der Erde. Spätestens jetzt merkt man, die Japaner sind einfach kleiner und alles ist für diese Größe ausgelegt. Das sorgt für einige kuriose Situationen. Das Essen ist ein Traum, einfach lecker.

 

Der Nachmittag bleibt frei. „amici“ verteilt sich auf die unzähligen Tempel der alten Kaiserstadt. Alle kämpfen, den Tag durchzuhalten. Man sagt, dann hätte man den Jetlag überwunden – wir sind gespannt. Beim letzten Tempel versammeln sich die Gruppen, um mit dem Sonnenuntergang nun doch den langen Tag abzuschließen.

 

Auf dem Rückweg gibt es noch die ein oder andere Köstlichkeit zum Abendessen. Als wäre der Tag nicht schon lang genug versammeln sich alle noch einmal auf der Dachterrasse des Hostels um den Abend ausklingen zu lassen. Selig fallen die „amici“ in ihre Betten, die Waben-ähnlich in 18-Bettzimmern angeordnet sind. 

 

Montag, 2. Oktober 2017

 

Der frühe Vogel ... auf nach Japan

 

3.45 Uhr, der Wecker reißt einen etwas unsanft aus kaum 4 Stunden Schlaf. Aber man weiß ja, wofür man es tut: „amici“ geht auf große Konzertreise nach Japan. Kaum eine Stunde später versammeln sich die knapp 60 Mitreisenden am Bus, der uns ohne große Hindernisse nach Frankfurt bringt. Was dann kommt, ist für viele Routine – Check-In, Sicherheitskontrolle und Warten. Einige nutzen die restlichen Stunden in Deutschland, um sich mit einem letztes Oktoberfest-Bier und einmal Curry-Wurst mit Pommes ;) die Zeit zu „versüßen“.

 

Punkt 13.20 Uhr hebt die Boeing 747 in Richtung Osaka ab. Vor uns liegen 11 ½ h Flug. Die meisten nutzten die Chance, ein wenig vorzuschlafen, um wenigstens das Gefühl einer, dann schon 2., kurzen Nacht zu haben. Um 7.30 Uhr Ortszeit, nun ist es schon der 3.10., erwartet uns nach kurzen Einreise-Formalitäten die japanische Hafenstadt zwar mit Wolken, aber immerhin mit noch 22°C.

 

Via Bus geht es jetzt nach Kyoto, unserer ersten Station auf der Reise. Im Bus ist es ruhig, alles schläft, daher schließe auch ich erst einmal mit herzlichen Grüßen aus Japan.

 

2. bis 14. Oktober 2017

„amici in Japan“ - Reiseblog

 

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Dienstag, 4. April 2017

 

Matthäus-Passion und Kunstkraftwerk

 

Nun ist es schon wieder eine ganze Weile her, dass ich ein paar Eindrücke hier im Blog hinterlasse. Auch heute ist es nur ein kurzes Zusammenfassen, denn die Zeit ist nur rar gesäht.

 

Hinter uns liegen großartige, wenn auch enorm anstrengende, Wochen. Die Aufführung der Matthäus-Passion gekoppelt mit dem Ausgestalten von Motetten und Gottensdienst in der Thomaskirche bildeten den Anfang eines dichten Konzertplanes. Es waren bewegende Aufführungen. Der Kraftakt mit vier Veranstaltungen an einem Wochenende war unsere eigene "Passion". Es ist immer wieder unglaublich, was die Matthäus-Passion als Werk mit einem macht. Sie begleitet mich seit meinem 9. Lebensjahr, unzählige Aufführungen als Chorist und nunmehr die 9 als Dirigent. Ich hoffe, es gelingt mir, meine Eindrücke endlich einmal zu verschriftlichen - aber auch das benötigt Zeit. Die sehr treffende Kritik kann man hier noch einmal nachlesen.

 

Ganz anders - aber nicht minder spannend - war das Konzert am vergangenen Sonntag im KunstKraftWerk Leipzig mit dem Jugendsinfonieorchester. Wie ich bereits in der Moderation gesagt hatte, ein besonderer Ort benötigt ein besonderes Programm. Und das war es. Mit Saties Skandal-Ballett "Parade" und Gershwins "Ein Amerikane in Paris" war der Rahmen perfekt gesteckt. Spontan ins Programm aufgenommen wurde ein Malletts-Stück von Nils Rohwer, gespielt von unseren Schlagwerkern am Vibraphone und Xylophone. Höhepunkt des Konzertes war das Trompetenkonzert von Arutjunian gespielt von Philipp Rauch. Alles in allem ein wunderbarer Abend.

 

Eigentlich wäre jetzt Ausruhen angesagt, aber es geht auf die Zielgerade zu unserer Reise nach Addis-Abeba (Äthiopien) - ein tolles Projekt, mit großartigen jungen äthiopischen und deutschen Musikern. Doch dazu später mehr ...

 

Sonntag, 28. August 2016

 

Ostssee-Tour mit dem LJC

 

Es ist das Highlight des LJC-Jahres, die alljährliche Ostsee-Tour im Sommer. So auch in diesem Jahr. Knapp 40 Teilnehmer machten sich mit dem Bus von Chemnitz über Dresden und Leipzig nach Barth (Darß) auf den Weg. Im Seglerheim am Hafen schlugen wir unser Quartier auf bzw. bezogen wir die Zimmer.

 

Das Sommerprojekt ist ein gemischtes Proben- und Konzertprojekt, sprich Vorarbeiten für die neue Saison vs. Konzertegeben mit altem Programm. Beides ging gut von der Hand. "Frostiana", was wir für den Herbst vorbereiten, ließ sich durch die gute Vorstudierung schnell lernen. Thompsons "Seven Country Songs" kamen bereits im ersten Konzert zur Aufführung.

 

Dieses fand in der Seemannskirche in Prerow statt. Konzerte in St.Marien Stralsund und St. Marien Greifswald folgten. Den Abschluss bildete ein Konzert in Magdeburg auf der Rückfahrt. Tolle Proben und Konzerte - so muss das sein. Schade, dass es mich am letzten Tag mit Magen-Darm ausgehebelt hat. Ich hoffe, das beruhigt sich UMGEHEND.

 

Bis bald auf diesem Kanal...

 

Sonntag, 21. August 2016

 

Die "Wachauer Festivalnächte 2016" sind Geschichte

 

Was für ein Festival, und was für ein Wetter. Ich glaube, wir hatten gefühlt mit Abstand das beste Wetter in Wachau seit Jahren. Alle Konzerte konnten in der Kirchenruine stattfinden, das gab es selten. Tolle Atmosphäre, großartige Musik, erlebnisreiche Konzerte und Top-Musiker, das Festival war ein Erfolg.

 

Los ging es mit dem "Wachauer Podium Junger Solisten". Vor ausverkauftem Haus spielte das JSO trotzt Saisonanfang vor zwei Wochen in bemerkenswerter Qualität. Auch ein 30 Sekunden andauernder Stromausfall ließ das Orchester unbeeindruckt. Die Solisten, Fridolin Weigert, Yuki Ibaraki und Moritz Schickedanz, allesamt in Topform, machten den Abend zu einem Edelstein. Tolle Atmosphäre.

 

Auch die "kleine" Musiknacht "Der Klang im Spot" überzeugte durch das Konzept. Eine Klangkonstruktion sollte es werden, die Zuhörer und Ausführende gleichsam in den Bann gezogen hat. Beeindruckende Solo-Leistungen (Bach Suite mit Margarethe Niebuhr und Bernd Bartolomäus mit einer Filmmusik-Suite von Nino Rota für Klarinette) gaben dem Chor der "amici" die Klinke in die Hand. Karsten Philipp setzte mit der Lichtinstallation das I-Tüpfelchen auf den Abend.

 

Samstagabend war mit Abstand der aufwendigste Part für das Ensemble. Purcells "Fairy Queen" stand auf dem Programm. Eine ordentliche Aufführung, auch wenn Chor und Orchester bis zur Aufführung mit dem dermaßen schlechten Leihmaterial zu kämpfen hatten. Einige Regenschauer machten die Aufführung nicht einfacher - dennoch: das Stück eine wichtige Erfahrung ...

 

Sonntagmorgen schleppen sich alle nur noch in die Ruine. Bei schönstem Wetter lief der Gottesdienst wie ein Film ab. Er war wunderbar, alles stimmte, Pfarrer Weber mit einer bewegenden Predigt, die Kantate lief sehr gut. Doch alle waren gezeichnet von den Strapazen der letzten Tage.

 

Alles in allem ein gelungenes Festival, jetzt heißt es, für neue Konzepte Korrekturen umzusetzen, die die "Wachauer Festivalnächte 2017" für Ausführende und Gäste noch besser machen.

 

Jetzt ruft das Bett, Gute Nacht.

 

 

Sonntag, 14. August 2016

 

"Zweitwohnung" DJH Falkenhain 

 

Und schon wieder war Falkenhain an der Talsperre Kriebstein Ziel für ein Probenlager, auch die "amici" starten in eine neue Konzertsaison. Bereits nächste Woche stehen die "Wachauer Festivalnächte 2016" an, 4 Tage Festival mit großartigem Programm.

 

Sonntag, 7. August 2016

 

Und das Rad dreht sich wieder ...

 

Es war ein wunderbares Sommer-Probenlager in Falkenhain, ein perfekter Start des Jugendsinfonieorchesters, wie er selten gelungen ist. Knapp 25 "Neue" waren dabei, ein großartiger Nachwuchs. Man kann gespannt sein. Zwei große Projekte werden vorbereitet: die CD-Aufnahme mit Samuel Barber "The Lovers" und Randall Thompson "Frostiana" sowie das Programm für die große Musiknacht Ende Oktober. Doch bis dahin ist noch viel Zeit - lassen wir es langsam angehen.

 

Allen einen guten Start in das neue Schuljahr.

 

Sonntag, 3. Juli 2016

 

Denk ich an Israel in der Nacht...

 

Besser hätte ich keinen Blog schreiben können, als Jan Jarick (Hornist des JSO) über unsere bewegende Reise nach Israel. Ich verlinke den Musikschule-Blog einfach. Es lohnt sich zu lesen: Blog Musikschule

 

Jetzt noch eine Woche nachbearbeiten und dann ab an die Ostsee. Der Urlaub ruft. Bis bald. Allen einen schönen und erholsamen Sommer :)

 

Sonntag, 8. Mai 2016

 

Titel verteidigt !!!

 

Es waren bewegende und prägende Tage beim 9. Deutschen Orchesterwettbewerb in Ulm. Wir waren so gut vorbereitet wie noch nie und dennoch: der Druck der Titelverteidigung lag auf uns. Das Orchester ist in diesen Tagen zu Hochform aufgelaufen. Die Jury unterstrich dies mit der Höchstpunktzahl von 25 Punkten und dem Sonderpreis der Volksbanken und Raiffeisenbanken für die "beste Performance". Ein grandioses Wochenende geht damit zu Ende, was noch lange nachwirken wird.

 

Dienstag, 26. April 2016

 

Zwischen-Notiz

 

Ich bin noch da! Es ist seit Januar so viel passiert, dass gar keine Zeit war, BLOG zu schreiben. Da waren die Abschlusskonzerte in Koblenz, das Chorleiterseminar in Freiberg, Probenwochenenden, Auffünrung der Johannes-Passion uvw.. Ich hoffe, mir gelingt es, in nächster Zeit etwas aufzuarbeiten und nachzuholen, damit der BLOG zumindest ein wenig aktuell bleibt.

 

Bis dahin :)

 

Mittwoch, 27. Januar 2016

 

Unterwegs in Kansas und LA

 

Gerade sitze ich im Flugzeug von Kansas City nach Los Angeles. Prima, dass es hier WLAN gibt. So will ich die Zeit nutzen, einmal wieder etwas BLOG zu schreiben. Ich sehe eben, der letzt Beitrag war zu Weihnachten ... Mhm, das ist eine Weile her. Ich will versuchen, die vergangenen Wochen Revue passieren zu lassen.

 

Nach ein paar Tagen verdienter Weihnachtspause hatten wir zwei Chöre aus Washington zu Gast. Neben einem wunderbaren Konzert in der Nikolaikirche reisten die Chöre nach Dresden und Berlin. Ich war dieses Mal nur mit, hatte aber die wunderbare Möglichkeit, zwei Kollegen in Berlin zu treffen, Stan Engebretson und Michael Reif.

 

Ansonsten war der Januar bisher reich an Probenwochenenden. Den Anfang machte der Universitätschor. Eine Woche später das "Junge Symphonieorchester Koblenz". Beide Probenlager waren sehr erfolgreich, musikalisch wie auch menschlich. Die Ensembles an so einem Wochenende zusammenzuschweißen, zu einer eingeschworenen Gruppe zu formen, macht riesigen Spaß. Wenn die Probenlager auch kräftezehrend sind ;).

 

Danach ging es direk zum Frankfurter Flughafen mit Ziel Kansas City. Hier galt es die "Shwanee Mission East Choraliers" auf das gemeinsame Konzert mit dem JSO am 18.3. in Leipzig vorzubereiten. Auf dem Programm steht u.a. Schuberts Messe in G. Nebenbei gab es viel Gelegenheit, in das Chor- und Orchesterprogramm der Highschool hineinzuschnuppern.

 

Aber ein Besuch in Kansas City ist immer auch ein Besuch eines guten Freundes und Partners, Maury Schulte. Neben einer Menge an Organisation und Vorbereitungen, die wir für die nächsten Projekte vor uns hatten, blieb gut Zeit für kulinarische Ausflüge und gute Gespräche :).

 

Nun sitzen wir gemeinsam im Flugzeug in Richtung LA. Hier wartet der nächste Chor auf uns. Harvard Westlake, wir kommen !

 

Samstag, 26. Dezember 2015

 

Jauchzet, Frohlocket!

 

Das war ein traumhaftes WO. Für uns das erste Mal in der Lutherkirche am Johanna-Park. Die Proben ließen es schon erahnen, es würde ein "Fest" werden. Chor und Orchester waren frisch "bestückt", sehr gute Instrumental- und die vier Gesangssolisten machten diese Aufführung vor vollem Hause zu etwas ganz Besonderem. Herzlichen Dank an alle, auch für die Aufführung der 2. Kantaten am Morgen im Gottesdienst in der Thomaskirche.

 

Damit schließt mein ganz persönliches Konzertjahr 2015. Es war großartig!

 

Donnerstag, 24.Dezember 2015

 

Frohe Weihnachten

 

Da war sie schon wieder so schnell vorbei: die Adentszeit 2016. Vollgestopft mit Konzerten, Auftritten, Weihnachtsfeiern und sonstigen Terminen. Nun ist Weihnachten :). Der Baum steht, die Geschenke sind verpackt, jetzt darf und soll Ruhe eintreten. Mit der Christnacht in der Lukaskirche, heute um 24 Uhr, die in diesem Jahr besonders schön war, ist die Weihnachtszeit eingeläutet.

 

Allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, schöne Stunden im Kreise der Lieben, Familien, Freunde und Bekannten.

 

Montag, 14. Dezember 2015

 

meine vorerst letzten WOs in Koblenz

 

Es ist eine Tradition geworden, auf die ich ein wenig stolz bin. Seit 2008 haben wir es fast lückenlos geschafft, in einer relativ "Bach-freien" Region jedes Jahr das Weihnachtsoratorium aufzuführen. Und der Besuch beider am vergangenen Wochenende stattgefundenen Aufführungen gibt uns recht, dass die damals gegründete Konzertreihe "Bach in Koblenz", die neben den Aufführungen aller großen oratorischen Werke auch die Aufführungen von Bachkantaten in den Gottesdiensten beinhaltete, ein voller Erfolg war. Hoffen wir ganz doll, dass sich diese Tradition mit meiner Nachfolge weiter etablieren wird. Sollte kein Interesse an Bach-Aufführungen sein, dann bleiben wir in der Besetzung und haben einen Grund, uns jedes Jahr zu Treffen:).

 

Montag, 14. Dezember 2015

 

zurück von der Sendepause

 

Die letzte Zeit war voll, großartige Projekte und unvergessliche Konzerterlebnisse haben mich zu 100% in Beschlag genommen. Daher gab es hier wenig Einträge. Sorry dafür. Was kann ich kurz zusammenfassen.

 

Wir hatten vom 4. bis 6. November 2015 ein bewegendes Jubiläum zu "30 Jahre JSO", mit einem Konzert der aktiven JSOler in der Kongresshalle, einer gelungenen Jubiläums-Party und einem grandiosen Abschlusskonzert der Ehemaligen im Gewandhaus.

 

Keine Woche später verteidigte das JSO seinen Titel beim 7. Sächsischen Orchesterwettbewerb in Zwickau und kehrte mit einem ersten Preis und 23 Punkten nach Leipzig zurück. Mit der Weiterleitung zum Bundeswettbewerb in Ulm in der Tasche schaut das Orchester nun nach vorn auf Himmelfahrt 2016.

 

Dann war das Motettenwochenende um den 1.Advent mit den "amici musicae". Zur Aufführung kam u. a. das Bachsche Magnificat. Auch eine Tradition.

 

Mehr ist nicht passiert. Bis bald in diesem Blog :)
 

Mittwoch, 28. Oktober 2015

 

ein letzter Semesterstart in Koblenz

 

Ich hätte nicht gedacht, dass es mich noch einmal so umhauen würde. Doch heute fiel mir der Anfang sehr schwer. Es ist mein letztes Semester in Koblenz. Eigentlich war das letzte schon mein letztes. Doch mir war wichtig, dass ich die Universitätsmusik übergeben kann, ohne, dass in einem Semester Führungslosigkeit, jeder versucht ein Stückchen abzuschneiden und dann nur noch eine Hälfte da wäre. So habe ich mich bereit erklärt, das Semester noch zu übernehmen. Und jetzt wird einem klar: es ist endgültig. Das Bewerbungsverfahren ist im vollen Gange, bald wird es Probedirigate geben. Bleibt mir noch, drei schöne letzte Konzert vorzubereiten und mit ihnen meinen Heimweg anzutreten. Es ist nicht leicht, aber das was kommt, mindestens genauso spannend. Also, nach vorn schauen ...

 

Sonntag, 25. Oktober 2015

 

Ein großartiges Wochenende mit vielen alten Bekannten

 

Es war ein ganz schöner Kraftakt, das Ehemaligen-Projekt zum Jubiläum "30 Jahre JSO" auf die Beine zu stellen. Aber es hat sich gelohnt. Nicht zuletzt für dieses tolle Wochenende. Musikalisch wie auch menschlich. Leider konnten wir nicht alle Generationen bewegen, aktiv an dem Jubiläum teilzunehmen. Dafür waren zwei meiner "intensivsten" Generationen top vertreten. Es war eine krasse Gemeinschaft und wir hatten enorm viel Spaß. Das stand auch auf den Gesichtern aller Teilnehmenden am Abreisetag: fix und fertig, aber glücklich. Ich freue mich riesig auf übernächsten Samstag, wenn wir zu den Endproben zusammenkommen. Dann noch mit einigen Ehemaligen mehr. Das wird groß :)

 

Sonntag, 11. Oktober 2015

 

Mit dem LJC nach Wurzen

 

Einen Tag nach der Aufführung des "Gerontius" war der Landesjugendchor an den Dom zu Wurzen verpflichtet. Ein Heimspiel, denn viele der Mitglieder entstammen genau diesem musikalischen Umfeld. Vor vollem Haus konnte der Chor, trotz reduzierter Besetzung, ein großartiges a-cappella-Konzert zum Besten geben. Jonas Wilfert an der Orgel, unterbrach die Chorteile mit faszinierenden Orgelimprovisationen. Ein rundum gelungener Abend. Danach war "der Ofen aus". Wohlverdient ging es in den Urlaub...

 

Samstag, 10. Oktober 2015

 

"amici"-Geburtstag mit Elgars "The Dream of Gerontius"

 

Es gab schon viele Highlights in den vergangenen Jahren zu den offenen "Herbstprojekten" von "amici". Mit Edward Elgars "The Dream of Gerontius" konnten die knapp 200 Ausführenden des diesjährigen Herbstprojektes in der Thomaskirche einen neuen Meilenstein setzen. Das Oratorium war gigantisch, so einheitlich die Stimmen aus dem Publikum. Auch die Presse bestätigte eine beeindruckende und überragende Aufführung. Für mich selbst war es ein Kraftakt. Nach den Aufführungen in Koblenz 2013 wusste ich, worauf ich mich einließ. Dieses Stück ist zu unrecht vergessen. Sicher, nicht jeder Klangkörper wird diese Mammutbesetzung und den Schwierigkeitsgrad bewältigen können, aber der "Gerontius" ist definitiv ein Edelstein der Musikgeschichte. Vielleicht zur falschen Zeit am falschen Ort entstanden, sonst würde es heute jährlich in den Kirchen und Konzertsälen der Musikmetropolen laufen. Dessen bin ich mir ziemlich sicher. Einen herzlichen Dank an alle Ausführenden, an alle Solisten, alle Chöre und das Jugendsinfonieorchester. Es wird eine unvergessliche Aufführung bleiben.

 

Herbstprojekt in der Thomaskirche, knapp 200 Ausführende

Sonntag, 4. Oktober 2015

 

Herbstprojekt startet mit Probenlager im Harz

 

Es ist schon fast Tradition, dass "amici" um den 3. Oktober herum in Stecklenberg im Probenlager ist. Das alljährliche Herbstprojekt findet hier stets seinen Anfang. In diesem Jahr auf dem Programm: Edward Elgars "The Dream of Gerontius" - keine leichte Kost, weder für Chor noch für Orchester. Jonas Wilfert übernahm dankenswerterweise den Anfang der Proben, denn ich war noch auf der chor.com (s.u.). Am Samstag übernahm ich die Proben und wir zogen mit den Berliner und Koblenzer Gästen durch das Oratorium. Spannend, spannend, spannend ... jetzt einen freien Sonntagabend, der ist nach den letzten Wochen verdient.

 

Freitag, 2. Oktober 2015

 

kurze Stippvisite auf der chor.com in Dortmund

 

Der Jetlag ist noch nicht ganz überwunden, dennoch geht es gleich weiter auf die chor.com nach Dortmund. Die vom Deutschen Chorverband ausgerichtete Chormesse ist ein zentraler Treffpunkt der deutschen Chorleiter. So traf man alles, was in der "Branche" Rang und Namen hatte. Naxos Music Library hatte mich für einen Workshop verpflichtet, weshalb sich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden ließ. Und man traf alte Bekannte - was für ein Fest :)

Treffen mit alten Bekannten :). Die chor.com macht's möglich.

Dienstag 29. September 2015

 

Heimspiel in der Pennsbury Highschool

 

Zum Abschluss der kleinen USA-Reise ging es noch einmal in die Pennsbury High School, und dort in die Proben des Chamber Choir. Auf dem Programm standen die Bach-Motette "Der Geist hilft unser Schwachheit auf" und die Chöre aus dem ersten Teil des "Messiah". Hochachtung vor den jungen Sängerinnen und Sängern, die in einer Selbstverständlichkeit sich auf deutsch durch die Partitur der Bach-Motette arbeiteten. Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen in Leipzig!

Montag, 28. September 2015

 

Besuch im Westminster Choir College

 

Joe Miller, Leiter des Westminster Choir, lud uns zu seiner Probe nach Princeton ein. Was für ein Erlebnis! Nicht nur Joe Miller selbst, der durch eine beeindruckende Probenarbeit mir in Erinnerung bleiben wird, sondern auch der 200-köpfige philharmonische Chor war diese Reise wert.

 

Freitag, 25. September 2015

 

OctoBEERfest in Yardley

 

Es ist jedes Jahr wieder ein große Freude, dabei zu sein, bei: Moyer's Oktoberfest in Yardley (seit diesem Jahr getauft auf: OctoBEERfest). Eine schöne Gelegenheit, auf Freunde und Bekannte zu treffen. Im Kreise der Chorleiter an der Ostküste lassen sich spannende Projekt planen. Mehr kann hier (noch) nicht verraten werden ;).

Sonntag, 20. September 2015

 

Freundschaftskonzert mit der "Yokohama Choral Society"

 

Freundschaftskonzerte zwischen Chören sind wie Freundschaftsspiele im Fußball. Man weiß nie, auf wen man wirklich trifft. Dieser Austausch war ein Erfolg auf ganzer Strecke. Beide Ensembles waren perfekt vorbereitet und das Zusammensetzen beider Chöre ein Leichtes. Ein tolles Konzert, und ein tolles Projekt. Die gemeinsamen Proben waren geprägt von auffallend hoher Disziplin und schneller Umsetzunsgabe, wie man sich es oft wünschte. Das Konzert hat riesigen Spaß gemacht, und das Ergebnis war qualitativ top und sehr emotional. Auch nach dem Konzert trafen beide Chöre im Thüringer Hof zusammen. Das sind echt Brücken, die hier gebaut werden, interkulturell, voller gegenseiteiger Respekt und dem Wunsch nach gemeinsamen Erlebnissen. Danke! YCS! für diesen tolle Abend. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder, auf welchen Breitengraden auch immer.

 

Sonntag, 13. September 2015

 

Eurotreff 2015 in Wolfenbüttel

 

Hinter mir liegen fünf Tage Eurotreff in Wolfenbüttel. 700 junge ChorsängerInnen, 7 Ateliers, Abendkonzerte, Straßenmusiken, offene Singen u.v.m.. Das Festival war für mich, nach dem ich lange keinen eigenen Workshop mehr gegeben habe, eine echte Herausforderung und eine enorme Erfahrung. Mein Atelier bestand aus 4 Chören, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Drei Nationalitäten, Türkei, Polen und Deutschland, eine Altersspanne von 13 bis 26, und ein absolut unterschiedlicher Leistungsstand bzw. Vorstudierungsgrad. Mit 100 jungen SängerInnen hieß es in 3 x 2,5h-Proben ein auftrittsfähiges Programm für das Abschlusskonzert zu erarbeiten. Alles konnte ich nicht schaffen, am Ende standen immerhin Senfls "Das Geläut zu Speyer", Brahms' "Vineta" und das Spiritual "Oh! What a beautiful City". Bernsteins "Warm-up" und "The wrong Note" waren in der Kürze der Zeit nicht zu realisieren.

Die Atelierleiter des Eurotreffs 2015 in Wolfenbüttel.

Es waren wunderbare Tage mit wunderbaren Kolleginnen und Kollegen: Alicja Szeluga, Cécile Mathevet-Bouchet, Sanna Valvanne, Victoria Ely, Raimund Wippermann, Franz M. Herzog, Hans de Gilde und Jan Schumacher. Ich habe selten erlebt, dass eine Atelier-Leitergruppe so perfekt harmonierte. Wir hatten verdammt viel Spaß. Und dass nicht zuletzt durch eine perfekte Organisation hinter diesem Festival. Ein Riesendank gilt dem AMJ, allen voran Marleen Mützlaff, Angelika Müller und Jens Kaiser sowie dem unermüdlichen Team aus Helfern im Hintergrund.

 

Danke Eurotreff 2015 für diese wunderbaren und unvergesslichen Tage.   

 

Dienstag, 1. September 2015

 

15 Jahre ...

 

Mein Gott, war der Anfang holprig, als ich mit 24 das JSO übernahm. Heute möchte ich keine Minute dieser Zeit missen. Wenn ich hochrechne, müssten es etwa 300 JSOler gewesen sein, die in der Zeit durch "meine Hände" gegangen sind. Das sind gut 200 Auftritte und Konzerte, davon über 30 im Gewandhaus. Das sind ca. 20 Konzertreisen durch ganz Europa und Übersee. Und es sind grob 600 Dienstagsproben, davon nur eine krank wegen des dummen Blinddarms.

 

Bleibt mir nur Danke zu sagen an alle Wegbegleiter!

 

Ich freue mich auf alles Kommende, vor allem enorm auf das Jubiläum des Orchesters im November. Und hoffe viele alte Gesichter wiederzutreffen:).

 

Montag, 31. August 2015

 

Falkenhain Nummer 2

 

Auch das vergangene Wochenende fand in Falkenhain statt. Dieses Mal mit den "amici musicae". In der Tat ein Intensivprobenwochenende. Auf dem Programm: nordamerikanische und skandinavische a-cappella-Musik. Da sind Werke von Nystedt, Gjeilo und Whitacre, aber auch Werke der Altmeister Barber und Bernstein. Gerade die Missa Brevis, Bernsteins letztes Chorwerk vor seinem Tode, hat es "böse" in sich. Aber vielleicht ist es genau das Futter, was die neue "amici"-Besetzung jetzt benötigt. Mit knapp 30 Sängerinnen und Sängern geht es in eine neue Spielzeit. Nächsten Sonntag läuft das erste Konzert. ich bin gespannt und freue mich sehr auf die Arbeit.

 

Nächstes Konzert schon einmal vormerken! Hier gibt es Infos dazu.

 

Montag, 24. August 2015

 

Doppeltes Probenwochenende

 

Das war durchaus eine Herausforderung: Jugendsinfonieorchester und Landesjugendchor Sachsen an einem Wochenende. Das ist kein Zukunftskonzept, war aber die einzige Möglichkeit, das erste gemeinsame Projektwochenende des LJCs nicht sofort durch einen Gastdirigenten vertreten zu lassen. Dank Jonas Wilfert, der in meiner Abwesenheit Elgars "The dream of Gerontius" einstudierte, konnte ich die wichtigsten Proben auf beiden Seiten realisieren. Und auch das Konzert des Chores am Sonntagnachmittag in St. Petri auf Augustusburg.

 

Nun dreht sich das Rad von Neuem: das Schuljahr ist gestartet, das JSO hat Fahrt aufgenommen in eine spannende Konzertsaison mit Jubiläum und Wettbewerb. Diese Woche nun startet auch "amici musicae" in Vorbereitung auf das a-cappella-Konzert am kommenden Wochenende mit nordamerikanischer und skandinavischer Chormusik. Das nächste Projekt des LJCs ist der Elgar, das Herbstprojekt in der Thomaskirche, zu dem alle Ensembles vereint sind. Darauf freue ich mich ganz besonders.

 

Im Herbst geht es noch einmal für ein paar Wochen nach Koblenz, das Amt will ordentlich übergeben sein. Mit einem weinenden aber auch lachendem Auge geht nun meine Koblenzer Zeit zu Ende. Ich bin dankbar für eine wunderbare Zeit.

 

Für Interessenten, heir ist meine Nachfolge ausgeschrieben (es ist eine guter Job mit vielen Möglichkeiten): http://www.uni-koblenz-landau.de/de/uni/organisation/stellen/stellenarchiv/archiv-ordner/Stelle%20102-2015.pdf

 

Montag, 13. Juli 2015

 

Landung im Paradies

 

Freitagnacht verließ das JSO Leipzig und rollte mit zwei Bussen in Richtung Fähre nach Venedig. Wie immer knapp aber auch wie immer mit Punktlandung erreichten wir nach 14 1/2 Stunden den Hafen und die Busse verschwanden in dem Bauch der Fähre. Mit einer traumhaften Ausfahrt ging es in Richtung Patras. 33 Stunden später strandeten wir im "Hellenikon Idyllon". Angekommen im "Paradies" freut sich das Orchester auf eine Woche Konzerte und Mee/hr ...

Sonntag, 28.Juni 2015

 

Openair-Konzerte mit "amici" in der Kirchruine Wachau


Zumindest am ersten Abend hielt das Wetter. Und so konnte man in der Kirchruine Wachau vor den Toren Leipzigs ein Konzert in beeindruckender Atmosphäre erleben. Am Samstag dann hatten wir "Petrus" etwas überreizt und er schickte ein Unwetter über Leipzig, so dass wir in die "Regenvariante" ausweichen mussten. Aber die nicht minder schöne Atmosphäre der alten "Bach"-Kirche in Störmthal bot ebenso ein würdiges Ambiente für unser Konzertprogramm.

 

Damit geht "amici musicae" als das erste meiner Ensembles in die wohlverdiente Sommerpause.

Impressionen aus der Probe, vom Kirchturm aus fotografiert

Montag, 22. Juni 2015

 

UNIMUS-Probenwochenende an der UNI in Koblenz


Das war ein Wochenende. Mit Hochdruck hat das "Junge Symphonieorchester Koblenz" am Programm für die Große Koblenzer Musiknacht gearbeitet. Große symphonische Musik zu Film, Computerspiel und Musical lagen neben spätromantischen englischen Schinken wie Thompsons "Choose something like a star" auf den Pulten. Den zweiten Teil des Wochenendes beschäftigten wir uns mit Mendelssohns Oratorium "Paulus". Ein Wochenend-Programm, was gegensätzlicher nicht sein kann. Und auch das Umfeld an diesem Wochenende war angenehm, manchmal ein wenig zu feucht-fröhlich ;). Da haben wir uns dem Wetter angepasst.

Sonntag, 14. Juni 2015


Eine neue Aufgabe: der Landesjugendchor Sachsen


Mit großer Freude vernahm ich am Samstag die Nachricht, dass sich der Landesjugendchor Sachsen für mich als sein neuer Leiter ausgesprochen hat. Am Sonntag dann hieß es, kurzfristig nach Grimma zu fahren. Während eines bewegenden Abschlusskonzertes von Marcus Friedrich, Gründer und langjähriger Leiter des Ausnahme-Ensembles, erfolgte bereits die symbolische Übergabe. ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und schaue mit Spannung auf die ersten Projekt im Herbst 2015.

Samstag, 13. Juni 2015


Motette zum Bachfest


Es ist immer wieder etwas ganz besonderes, auf der Empore der Thomaskirche zu stehen und Bach zu dirigieren. Eigentlich sollte es ein Heimspiel sein. Dennoch: es bleibt ein Respekt vor dieser Aufführungsstätte. Lieben Dank an die "amici" für eine lebendige Bach-Motette "Singet dem Herrn" und einen klangschönen Brahms.

Kontakt

Ron-Dirk Entleutner
Gustav-Adolf-Str.  1
04105 Leipzig

Rufen Sie einfach an unter

 

+49 (0) 177 277 01 89

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Seit Mai 2017 auf dem Markt. Die brandneue CD mit Martin Häßler (Bariton), dem Landesjugendchor Sachsen und dem Jugendsinfo-nieorchester Leipzig.

Immer wieder ein schönes Weih-nachtsgeschenk. Eine Kooperation mit dem Gewandhaus-Kinderchor aus dem Hause Querstand.

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Ron-Dirk Entleutner